Polizeisportverein Braunschweig e.V. 1921

Einer der attraktivsten Sportvereine in der Stadt Braunschweig.

 

Es lohnt sich, bei uns mitzumachen, mitzugestalten und auch Teil der Geschichte dieses schönen Vereins zu werden.

Der PSV bietet seit fast 100 Jahren vielen Sportlerinnen und Sportlern einen attraktiven und schönen Breiten- und Freizeitsport sowie leistungsbezogenen Wettkampfsport. In besonderer Weise widmen wir uns auch dem Gesundheitssport.

Der Verein leistet auch einen wichtigen Beitrag zur aktiven und sinnvollen Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen.

Über Jahre haben unsere Aktiven zahlreiche nationale und internationale Erfolge im Sport erreicht, aber auch viele breitensportliche Veranstaltungen geboten und Menschen unserer Stadt begeistert.

Wir schauen auf eine schöne Tradition.

Das Gründungsjahr 1921

Es beginnt nach den unruhigen Tagen der Umstürze und der Märzrevolution des Jahres 1920, als eine Gruppe begeisterter Sportler, die der damaligen (Sicherheits-)Polizei angehören, neben dem nun wieder regelmäßig beginnenden Dienst auch den Sportgedanken in den Vordergrund stellen wollen. Von einem Vereinsverhältnis konnte noch keine Rede sein. Man ist zufrieden sich zusammenzufinden, um den „aufsteigenden Sportgeist“ in feste Bahnen zu lenken und in der früheren Husarenkaserne auszuüben. Zuerst wird eine Fußballmannschaft zusammengestellt und Leichtathletik betrieben. In der Hauptsache sind es Fußballspieler, die bereits in anderen Sportvereinen aktiv sind.

Mit dem Umzug der Polizei in die Unterkunft an der Kasernenstraße wird auch eine Abteilung „Sport“ gegründet und die dienstliche Förderung des Sportgedankens bekommt noch mehr Bewegung.

Der Wille nach „festen“ Vereinsstrukturen wird immer größer, als anlässlich einer Versammlung sportbegeisterter Polizisten am 23.11.1921 ein neuer Verein unter Vorsitz des damaligen Polizeileutnants der Polizei Nemmert beschlossen wird. Mit der Wahl eines Vorstandes am 02.12.1921 wird das Vorhaben besiegelt. Dieses Datum wird mit Eintragung in das Vereinsregister als Gründungsdatum registriert.

Der Polizeisportverein Braunschweig wird somit am 2. Dezember 1921 als Sportverein der Schutzpolizei gegründet.

Die Farben des Polizei-Sportvereins in dieser Zeit sind „schwarz-blau“, „dem Uniformkleid“ entsprechend, das der Polizeibeamte trägt (Quelle: Artikel „Der Polizeisport in Braunschweig“, Braunschweigische Landeszeitung Nr. 86, 27.03.1929).

Wie der Vereinsname erkennen lässt, konnte man den „Sportverein der Schutzpolizei“ tatsächlich als reinen Betriebssportverein der Polizei bezeichnen. Sport gehört damals wie heute zum Berufsbild der Polizeibeamtinnen und -beamten und trägt wesentlich auch heute dazu bei, dass die Polizei eine leistungsstarke Bürgerpolizei bleibt.

Bis heute werden wir zur Gründungsgeschichte und dem Namen unseres Vereins gefragt, ob „nur Polizistinnen und Polizisten beim PSV Sport treiben dürfen?“ Nein, das ist natürlich nicht so.

In der Tradition und der Vereinsgeschichte ist es dennoch wichtig und macht uns sehr stolz, unsere Wurzeln in der Kameradschaft und sportlichen Begeisterung der „jungen Polizisten von 1921“ zu finden. Unsere Verbundenheit zur Polizei Braunschweig pflegen wir intensiv und in der Geschichte des PSV sind es auch zahlreiche Persönlichkeiten der Polizeibehörde, die mit ihrem Engagement und Einsatz den Polizeisportverein zu einem bedeutenden Verein in der Stadt geführt haben. Teilweise können wir sie benennen, teilweise haben sie mit ihrem großartigen Engagement im Hintergrund gewirkt und dazu beigetragen, die „Traditions- und Erfolgsgeschichte“ unseres Vereins zu schreiben.

Zunächst betreibt der Verein in 1921 die (polizeitypischen) Sportarten Fußball, Faustball und Leichtathletik in Sparten, ab 1923 auch Schwimmen und 1924 Handball.

Fußball wird im Trainings- und Spielbetrieb in dieser Zeit auf dem Gelände der Polizeikaserne in der Kasernenstraße und auf dem Franz‘schen Feld ausgetragen.

Im Jahr 1923 wird auch das Vereinsabzeichen durch eine Kommission des Vereins geschaffen.

Die Umbenennung 1925

1925 wird der „Sportverein der Schutzpolizei“ in “Polizeisportverein Braunschweig 1921 e.V.“ umbenannt. In einer Generalversammlung bringt der Polizei-Oberwachtmeister Stichnoth, Förderer der Handballabteilung, den Antrag ein, den Verein aus „Zweckmäßigkeitserwägungen“ den Namen „Polizei-Sportverein“ zu geben. Die Umbenennung wird beschlossen und zugleich erfolgt der Anschluss an den damaligen Norddeutschen Sportverband, was das Vereinsleben nachhaltig belebt.

1926 wird auch die Schwimmabteilung offiziell gegründet. So veranstaltet die Abteilung 1929 ein „Polizei-Schwimmfest“ im Lünischteich, einer der besten Badeorte von Braunschweig in der damaligen Zeit.

Im Jahr 1927 wird die Kleinkaliber-Schießsport-Abteilung (KKS-Sportschützen) gegründet. Die Sparte der Schützen repräsentiert damals schnell die mitgliederstärkste Abteilung und verfügt bereits seit 1929 über eine eigene Schießanlage auf dem Gelände des Polizeisportvereins. Der Andrang in dieser Abteilung ist so groß, dass die Schützen in einer Jahreshauptversammlung im selben Jahr den Antrag auf „Zivilmitglieder“ im Polizeisportverein stellen. Eine ganz wichtige Initiative.

1927 wird auf Initiative des Sportkameraden Lübecke, Oberleutnant der Polizei, die erste Vereinszeitung, damals „Monatsschrift“ genannt, herausgegeben. In den Folgejahren erscheinen die Ausgaben als „Nachrichtenblatt“ des Polizeisportverein Braunschweig, des Motorsportclub der Polizei Braunschweig im ADAC, der Ortsgruppe Polizei im Bezirk Braunschweig der DLRG und als Sportnachrichten der Polizeidirektion Braunschweig.

1929 wird die Motorsportabteilung gegründet, u.a. bekannt durch ihre späteren Kradstaffel-Vorführungen zu den traditionellen Sportfesten und Polizeisportschauen unseres Vereins. Im Jahr 1954 scheidet die Abteilung aus dem PSV aus und schließt sich zum „Motor-Sportclub der Polizei e.V.“ zusammen. Die Verbundenheit bleibt lange erhalten.

Im Sommer 1929 wird mit viel Mühe und Arbeit (aber mit wenig Geld) die Bodenfläche des Tennisplatzes errichtet, so dass am 05. Mai 1930 die Tennis-Abteilung von acht Mitgliedern des Vereins aus der Taufe gehoben wird.

Am 12.12.1929 wird mit Beschluss einer Vollversammlung die Mitgliedschaft für alle auch außerhalb der Polizei Interessierten ermöglicht. Das Fundament unseres heutigen Breitsportangebotes und der großen Begeisterung vieler Menschen, in unserem Verein aktiv zu sein.

Der 21. Oktober 1930 ist ein denkwürdiger Tag für unseren Verein. Die Gründung einer Segelflug-Sportabteilung wird beschlossen. Die größte Herausforderung der Gründer ist, das sportliche Werkzeug – das Segelflugzeug – selbst zu bauen.

1931 gründet sich die Kanu-Abteilung (zuvor Faltbootabteilung). Gleichzeitig wird das Bootshaus an der Oker eingeweiht.

Vor dem 2. Weltkrieg besteht auch eine Tischtennis-Abteilung, ein Gründungsdatum ist nicht dokumentiert.

1933 – 1945

Noch am 08.01.1933 wird der vorläufig letzte Vorstand nach demokratischen Regeln gewählt.

Am 12.03.1934 wird durch den NS-Reichssportführer der „Vereinsführer“ eingesetzt, alle Vereine erhalten eine Einheitssatzung, die dunkle Zeit der Machtdemonstration und Militarisierung.

Am 30.06.1941 wird das Protokollbuch des Polizeisportverein Braunschweig geschlossen.

Nach dem Krieg werden alle Sportvereine aufgelöst und dürfen ihre Namen zunächst nicht mehr führen.

Das „Polizei-Stadion“ im Prinzenpark

Die Bemühungen, für den Polizei-Sportverein eine eigene Sportanlage zu schaffen, ist im Jahr 1927 von Erfolg gekrönt. Am damaligen Riddagshäusener Weg wird vom Landesdomänenamt ein Gelände gepachtet.  1928 wird der PSV-Sportplatz an der Südostecke des Prinzenparks nach einjähriger Bauzeit fertiggestellt. Schon im selben Jahr beginnt der Fußballsport auf dem Platz im Polizei-Stadion.

Mit dem Bau des Sportheims auf dem Gelände werden Möglichkeiten des Umkleidens und des gemeinschaftlichen Verweilens geschaffen. Am 06.04.1930 wird das neuerstellte Vereinsheim als „Schmuckkästchen“ fertiggestellt und zur Bewirtschaftung einem Pächter übergeben.

Das „Polizei-Stadion“ im Prinz-Albrecht-Park wird schnell das attraktive Aushängeschild des Vereins.

Quelle: Schrift „75 Jubiläum - Ein Verein geht in das nächste Jahrtausend“, PSV Braunschweig, 1996

Diese wunderschöne alte Skizze des Grundstücks des Polizei-Stadions an der Georg-Westermann-Allee kann noch heute „Vorbild“ für unsere gemeinsamen Anstrengungen sein.

Das Polizei-Stadion an der Georg-Westermann-Allee wird im Krieg völlig zerstört und dient in dieser Zeit als Gemüseacker der Versorgung der Menschen. Zweckentfremdet, aber eine Hilfe für viele Menschen in dieser Zeit. Wie soll es weitergehen?

Doch schon am 06.09.1946 kann das Vereinsgelände wieder der ursprünglichen Bestimmung übergeben werden. Sportbegeisterte, die treu und unentwegt am Gedanken des Polizeisportvereins festhalten, setzen sich aufopferungsvoll für die Wiederherstellung der Sportplatzanlage, den Wiederaufbau des Klubheims und die Neugründung des Polizeisportvereins ein. Die „wahren Heldinnen und Helden“ des Polizeisportvereins.

1952 wird ein Bau von Stehterrassen für bis zu 10.000 Plätzen begonnen.

Quelle: INTERNET: https://www.europlan-online.de/polizeistadion/stadion-8335.html

Das Vereinsheim, bekannt unter dem Namen „Parkhaus im Prinzengarten“, später als „Poldi“, dient nach seinem Wiederaufbau zwischen 1946 und 1956 den Braunschweigern auch als Ort für Feste und andere schöne Veranstaltungen.

Quelle: Postkarte Foto Roche Braunschweig, schwarzweiß, ohne Datum

Doch nicht nur auf dem Polizeisportplatz im Prinzenpark ist der Vereinssport in dieser Zeit wieder zu Hause. Auch im Bürgerpark am Okerstrand ist das Bootshaus, Kleinod des PSV, durch Kriegsbomben zerstört worden. Viele Helferinnen und Helfer errichten zunächst ein Bootsbehelfsheim, schon bald eine Bootshalle und schaffen zuletzt die Umgestaltung eines behaglichen „Kanutenheims“.  Sie sind noch nicht dort gewesen?

Am 16.09.1945 treffen sich kanusportinteressierte Mitglieder zu ihrer ersten Versammlung und vereinbaren den tatkräftigen Wiederaufbau.

„Grün-Weiß-Braunschweig“

Schon am 27.08.1945 wird die „Neubildung“ des Sportvereins durch den Kommandeur der Schutzpolizei Klages angeordnet. „Der Wunsch des Kommandeurs ist, dass sich sämtliche Schutzpolizei-Beamte als Mitglieder des Sportvereins eintragen lassen.“ (Quelle: Schreiben des Kdr.d. Sch. vom 27.08.1945). Dieser „Aufruf“ führt in dieser Zeit der Neugründung zu Problemen. Zwar lässt die damalige britische Militärregierung am 01.01.1946 den Polizeisportverein als ersten Sportverein in Braunschweig wieder zu, aber der Kreissportbund erteilt keine Genehmigung, weil man den Verein als einen Behörden- bzw. Firmensportverein betrachtet. Auch eine Umbenennung in „Sportverein 1921“ ändert an dieser Entscheidung nichts.

Auf Initiative vieler Sportlerinnen und Sportler sowie des damaligen Kommandeurs der Schutzpolizei wird nun am 07.05.1946 mit dem Namen „SV Grün-Weiß e.V. Braunschweig“ ein neuer Verein „wiedergegründet“ und von der Militärregierung genehmigt. Erst am 26.11.1948 bestätigt der Sportbund Niedersachsen, dass der Sportverein Grün-Weiß der Rechtsnachfolger des Polizeisportvereins ist.

Der Verein hat schon zwei Jahre später 700 Mitglieder.

Die Veränderungen und Herausforderungen dieser Epoche sind für den Verein ein Zeitabschnitt, den viele Sportfreundinnen und Sportfreunde sowie Förderer gemeinsam für den Verein erlebt und gestaltet haben.

Mit der „Neugründung“ des Sportvereins entwickeln sich wieder einzelne Abteilungen, genau genommen, treffen sich alte und neue Sportinteressierte und beginnen, ihren Lieblingssport im Verein neu zu beleben. Die Menschen sehnen sich nach dem Zusammensein und dem Sport in der Gemeinschaft. Allen voran Fußball, Handball, Faustball, Gymnastik, Leichtathletik, Tischtennis, Turnen, Schießen, Schwimmen und Skilauf.

1947 erscheint im August die erste „neue“ Ausgabe des Mitteilungsblatts des Vereins.

Im selben Jahr gründet sich auch die Schachabteilung, die zum Neustart mit 9 schachbegeisterten Mitarbeitern der Polizei das Vereinsheim zum „Spiellokal“ für ihr schönes Hobby machen.

Am 16.09.1952 haben 21 Gründungsmitglieder die KKS-Abteilung im Polizeisportverein neu belebt. In der Nachkriegszeit musste die Tätigkeit der Schützenvereine zwangsläufig ruhen und es dauert bis zu diesem Datum, bis der Schießsport im PSV wieder seinen traditionellen Platz findet. Der Schießstand ist von der britischen Besatzung gesprengt worden und das erste Schießtraining muss auf dem Schießstand im Kellergewölbe des Polizeipräsidiums aufgenommen werden.

Am 23.09.1953 gründet sich die Judo-Abteilung des PSV. Sportlich beginnt über die Jahre eine erfolgreiche Zeit, die Judoabteilung avanciert zu einem der erfolgreichsten Vereine in der Bundesrepublik. 1996 zieht sich der PSV aus finanziellen Gründen aus der Judo-Bundesliga zurück. Seit 2002 tritt man im Judo als SFV Europa e.V. im Polizei SV an.

1954 scheidet die Motorsport-Abteilung aus dem PSV aus und wird als Motor-Sportclub der Polizei e.V. selbständiger Verein.

Polizeisportverein Braunschweig e.V. 1921

1955 erfüllte sich nach zähem Ringen für viele Initiatoren und Mitglieder ein Herzenswunsch. Mit Beschluss des Landessportbundes vom 18.01.1955 durfte der Verein wieder den „alten“ Namen „Polizeisportverein Braunschweig e.V. 1921“ tragen. Ein für den ganzen Verein und die sportliche Entwicklung belebendes Ereignis (Bericht des Vorstandes, Nachrichtenblatt „Polizeistadion“ Nr. 2, S. 4, 1956).

Eine der schönsten Rollschulbahnen Niedersachsens wird auf dem Gelände des Polizeisportvereins am 06.10.1955 feierlich eröffnet. Bereits am 13.11.1954 gründet sich eine neue Abteilung Roll- und Eissport und wird zugleich in den Niedersächsischen Rollschuhverband aufgenommen. Trainiert wird zunächst in Hallen für Dienstkraftfahrzeuge der Schill-Kaserne, aber mit dem Spatenstich zum Bau der vereinseigenen Rollschuhbahn im Polizeistadion beginnt eine erfolgreiche Zeit. Es werden die Sportarten Rollschuh, Rollhockey und Eislauf betrieben. Die Abteilung und Anlage der Rollschuhbahn existieren heute nicht mehr.

Am 29.06.1956 wird im PSV auch mit dem Basketballspiel begonnen. Das damals populärste Ballspiel weltweit hat eine kleine Gruppe von „Anhängern“ aufgerufen, auch in unserem Verein um eine Trainingsstunde zu bitten. Am 28.09. folgt die Gründung einer Abteilung, leider ist die Begeisterung im Verein heute nicht mehr so groß, eine Abteilung Basketball existiert derzeit nicht.

Am 25.08.1956 hat Frau Oberbürgermeister Fuchs dem Vorsitzenden Klaus Hasenbein im Rahmen einer Großveranstaltung mit 10.000 Zuschauern die Fahne des Polizeisportverein Braunschweig symbolisch zu Ehren des 40jährigen Jubiläums des Vereins überreicht. Ein „starkes“ Zeichen für die Verbundenheit des PSV mit der Stadt uns seinen Menschen.

1961 erfolgt die feierliche Fahnenweihe des Polizeisportvereins durch Frau Oberbürgermeisterin Martha Fuchs.

Quelle: Schrift „75 Jubiläum - Ein Verein geht in das nächste Jahrtausend“, PSV Braunschweig, 1996
Quelle: Schrift „75 Jubiläum - Ein Verein geht in das nächste Jahrtausend“, PSV Braunschweig, 1996

In sehr treffenden Worten werden 1961 Leitsätze für den Sportsgeist im Polizeisportverein formuliert. Gerne wollen wir ihnen noch heute Geltung verschaffen:

Quelle: Polizeisportverein Braunschweig e.V., Monatsschrift, 15. Jahrgang – August 1961 – Nr. 8, S. 13

1961 freuen sich auch die Schützen der KKS-Abteilung. Eine eigene Schießanlage auf dem Gelände des Polizei-Stadions, die nach mühevoller Arbeit im ehemaligen „Kleinen Haus“ errichtet wurde, wird gefeiert.

Quelle: 2017, ohne Namen

Polizeischau seit 1925

1925 ist das erste Jahr des in der Braunschweiger Bevölkerung in den Folgejahren so beliebten Sportfestes, das damals von dem Kommandeur der Schutzpolizei ausgerichtet wird. Das erste sportliche Ereignis ist gleichzeitig mit den Polizeimeisterschaften der Braunschweiger Polizei verbunden. Eine Idee ist geboren . . . und schon 1926 führt der Polizeisportverein das publikumswirksame Fest in eigener Regie durch.

1926 ist es dann so weit, das erste öffentliche Fest beginnt. Der Polizeisportverein hat gemeinsam mit der Polizei Braunschweig in den späteren Jahren noch einige Stadionerlebnisse präsentiert. Später werden die Sportfeste zu begeisternden Polizeischauen, auch „Polizei-, Sport- und Musikschau“, die sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreuen.

Mit der Gründung der damaligen Motorsportabteilung des PSV im Jahr 1929 bekommt das Sportfest eine besondere Attraktion. Die Darbietungen der Kradstaffeln ist einzig und bei künftigen Polizeisportschauen nicht mehr wegzudenken. Musikalische Platzkonzerte, sportliche und akrobatische Vorführungen sowie Präsentationen des polizeilichen Portfolios machen einen besonderen Reiz aus.

Quelle: INTERNET: Polizei Braunschweig on Twitter: "#ThrowbackThursday #TBT Immer gut besuchte spektakuläre Polizeischau im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße.

Der Polizeisportverein erwirbt sich ein hohes Ansehen in der Öffentlichkeit und aus einem Fest wird eine „Große Polizeischau“. Dienststellen der Polizei, des (damaligen) Bundesgrenzschutzes und der Bundeswehr unterstützen den Verein tatkräftig. Viele Ehrenamtliche vor und hinter den Kulissen sind für den Erfolg dieser Veranstaltungen verantwortlich. Anerkennung, eine großartige Leistung!

Ob in der Braunschweiger Stadthalle oder dem Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße, die Vorbereitungen und Durchführungen zuletzt durch ein ganzes Veranstaltungsmanagement des Vereins haben vor keiner Herausforderung Halt gemacht. Eine der größten sportlichen und polizeilichen „Freilichtveranstaltungen“ im norddeutschen Raum.

Unvergessen ist die Polizei-, Sport- und Musikschau im Jahr der deutschen Wiedervereinigung 1989, ein lebendiger Löwe auf der Bühne und ein Leuchttum (aus dem Kursaal der Nordseeinsel Borkum) im Stadion, imposant und spektakulär.

Die Veranstaltung, die unbestritten jährlich als Öffentlichkeits- und Publikumsmagnet einen festen Platz im Stadtkalender gefunden hat, existiert seit 1996 nicht mehr.

1963 erwirbt der Verein ein altes Forstgehöft „Bruchberg“ im Schultal bei Altenau im Harz und das bekannte Harzheim des PSV.  Es ist als schöner Freizeit- und Erholungsort für Mitglieder bestimmt. Bereits 1932 hatte der PSV in Königskrug/Harz eine Skihütte erworben, musste diese aber schon bald dem NS-Regime abtreten.

Ein besonderes sportliches Ereignis, der „Internationale Volkslauf und Volksmarsch“, wird 1969 vom Polizeisportverein im Prinzenpark aus der Taufe gehoben und ist über viele Jahre eine beliebte Großveranstaltung der Braunschweiger Region geblieben.

1972 tritt das 1.000 Mitglied dem Polizeisportverein bei.

Im Herbst 1973 bietet der PSV die noch junge Sportart Ju-Jutsu als in einer eigenständigen Abteilung an. Die Resonanz ist enorm und der Sportbetrieb hat schnell einen guten Aufschwung genommen. Dennoch werden erst 1987 erstmals offizielle Wettkämpfe in dieser Sportart angeboten, nachdem der Deutsche-Judo-Bund endlich seine Zustimmung erteilt. Der PSV richtet am 23.09.1987 die ersten Bezirksmeisterschaften aus.

1977 wird das neue Dojo in der Sporthalle der Bereitschaftspolizei eingeweiht. Damit stehen auch dem PSV 312 qm festverlegte Mattenfläche zur Verfügung und das Sportangebot dieser attraktiven Sportart kann deutlich erweitert werden.

1979 gründet sich eine neue Tennis-Abteilung, die schon im selben Jahr auf den 3 neu errichteten Tennisplätzen ihren Trainings- und Punktspielbetrieb aufnehmen kann.

1981 richtet der PSV die erste deutsche Frauen-Mannschaftsmeisterschaft im Judo aus und erringt mit der eigenen Mannschaft den 2. Platz.

Am 08.04.1988 gründet sich die Karate-Abteilung im Verein. Der ehemalige Nationaltrainer von Togo, Adama Logosu-Teko, übernimmt nach kurzer Zeit die Abteilung und entwickelt den Sport erfolgreich.

1989 ist das Gründungsjahr der Ski- und Wanderabteilung des PSV, die heute nicht mehr existiert.

Immer neue interessante Sportarten und attraktive Angebote, so z.B. des Gesundheitssports, bereichern die Möglichkeiten für Mitglieder, sich in Sport und Freizeit zu betätigen. Im Jahr 1991 startet die Selbsthilfe Osteoporose und Wirbelsäulengymnastik in unserem Verein. Damit ist auch der Rehabilitationssport ein fester Bestandteil des Sport- und Bewegungsangebotes.

1996: 75 Jahre PSV Braunschweig

1996 feiert der Polizeisportverein sein 75jähriges Jubiläum.

Der Vorstand dokumentiert mit einer schönen Festschrift die Geschichte des Vereins.

Die Abteilung Triathlon wird im Jahr 1997 gegründet, die Abteilungen Modern Arnis 2003, Volleyball und Indiaca 2008, und im Jahr 2009 Aikido.

Seit 2013 bieten wir Sportlerinnen und Sportlern des Cheerleading tolle Möglichkeiten, gerade Kinder und Jugendliche sind mit Begeisterung dabei.

Im April 2019 wird auf der erweiterten Vorstandssitzung der Gründung der Abteilung Historisches Schwertfechten zugestimmt.

„Heldinnen und Helden“ des Vereins

Die wahren „Heldinnen und Helden“ des Vereins finden sich in der damaligen Zeit wie heute bei den vielen Ehrenamtlichen, die in unterschiedlichen Funktionen und mit großem Engagement alle Herausforderungen und Verantwortung angenommen haben; diejenigen, die stets bereit sind, sich nicht selten über das normale Maß hinaus zu engagieren. Sie alle haben unseren Polizeisportverein zu dem gemacht, was er heute ist:

Einer der attraktivsten Sportvereine in der Stadt Braunschweig.

Es lohnt sich, bei uns mitzumachen, mitzugestalten und auch Teil der Geschichte dieses schönen Vereins zu werden.

Vereinsvorsitzende

1921-1931          Hermann Nemmert

1932-1933          Lübbecke

1934                     Adolf Kirry

1935-1936          Kurt Bache

1937                     Hermann (ohne Vorname)

1938-1943          Niemann (ohne Vorname)

1946-1947          August Kappei

1947-1952          Richard Köhler

1952-1966          Karl Hasenbein

1966-1972          Ewald Waldhof 

1972-1975          Horst Heitmann

1975-1983          Wolfgang Sehrt

1984-1994          Wolfgang von Ohlen

1994-2018          Detlef Marlow

seit 2018             Roger Fladung

Nationale und internationale Erfolge

Der PSV hat immer wieder mit herausragenden sportlichen Leistungen im Breiten- und Spitzensport Welt-, Europa- und Deutsche Meister hervorgebracht, die auch den guten Ruf Braunschweigs als Stadt des Sports nachhaltig begründet haben.

Bekannte Sportlerinnen und Sportler:

Adamcic, Martin

Ju-Jutsu

Bronze bei Deutschen Meisterschaften

Baumann, Dennis

Ju-Jutsu

Bronze bei Deutschen Meisterschaften

Breitbarth, André

Judo

Deutscher Jugendmeister, Silber bei U17-Europameisterschaften, Bronze bei U20-Europameisterschaften und Weltmeisterschaften, Bronze bei U23-Europameisterschaften, Bronze bei Europameisterschaften Einzel und Team, Deutscher Meister, Olympiateilnehmer

Eickhoff, Frauke

Judo

Welt- und Vizeeuropameisterin, Olympiateilnehmerin, Deutsche Meisterin, Studentenweltmeisterin

Frede, Iris

Judo

Deutsche Meisterin

Friedrich, Birgit

Judo

Europameisterin, Vize-Europameisterin, mehrfache Deutsche Meisterin

Füchtemeyer, Jürgen

Judo

Zweifacher Deutscher Meister, Teilnehmer Weltmeisterschaft

Gomolla, Rosemarie

Tischtennis

Internationale Deutsche Meisterin im Damendoppel, Teilnehmerin Weltmeisterschaften

Harenberg, Silke

Quadrathlon

Fünffache Weltcupsiegerin, Mannschaftswelt- und Europameisterin

Kaiser, Hans-Jörg

Judo

Teilnehmer Europameisterschaften, Deutscher Jugendmeister

Herdegen, Rolf

Tischtennis

Deutscher Meister

Knorrek, Detlef

Judo

Bronze bei Europameisterschaften, Europameister im Team, Silber bei Weltmeisterschaften im Team, fünffacher Deutscher Meister, Olympiateilnehmer, Bronze bei Militärweltmeisterschaften

Kutz, Karin

Judo

Bronze bei Welt- und Europameisterschaften, zweifache Deutsche Meisterin

Kynast, Erhard

Leichtathletik

Bronze bei Deutschen Meisterschaften (5000 Meter)

Mielenhausen, Oda

Tischtennis

Bronze bei Europameisterschaften Doppel, deutsche Jugendmeisterin Einzel und Doppel

Overbeck, Achim

Kanu

Europameister Kajak Team, Silber bei Weltmeisterschaften Einzel und Team, Juniorenweltmeister Team, dreifacher deutscher Juniorenmeister

Overbeck, Alke

Kanu

Vize-, Welt- und Europameister im Team, zweimaliger deutscher Juniorenmeister

Rekowski von, Anja

Judo

Vizeweltmeisterin und Olympiateilnehmerin

Sauer, Heiner

Judo

Deutscher Mannschaftsmeister

Schulz, Mike

Judo

Deutscher Meister (Ost), Teilnehmer Welt- und Europameisterschaften

Seißelberg, Klaus

Judo

Deutscher Meister, Teilnehmer Europameisterschaften

Mannschaft

Judo

Deutscher Mannschaftsmeister und Deutscher Vizemeister Damen

Mannschaft

Judo

Zweimaliger Deutscher Vizemeister Herren

Autor: Roger Fladung, 1. Vorsitzender (im Mai 2019)